15. Juni 2019

Andreas Gabalier

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Andreas Gabalier ist das zweitälteste der vier Kinder von Wilhelm und Huberta Gabalier. Neben dem 1981 geborenen Turniertänzer Willi Gabalier hat er einen jüngeren Bruder. 2006 beging Gabaliers Vater Suizid, 2008 seine jüngere Schwester. Ihnen ist das Lied Amoi seg’ ma uns wieder gewidmet. Der französische Familienname Gabalier stammt von einem Soldaten, der im späten 18. Jahrhundert unter Napoleon Bonaparte in Österreich einmarschierte und dort blieb. Gabalier ist seit 2013 mit der österreichischen Moderatorin Silvia Schneider liiert.

Gabalier studierte zunächst in Graz Rechtswissenschaften. Die Karriere als Volksmusiker begann 2009 mit einem Auftritt beim Musikantenstadl. Er nahm an der nationalen Vorentscheidung zum Grand Prix der Volksmusik teil, wo er den zweiten Platz belegte. Im Frühjahr 2009 erschien sein Debütalbum Da komm’ ich her. Es stieg bis auf Platz 4 der österreichischen Charts, erhielt nach knapp einem Monat Gold für 10.000 verkaufte Einheiten und war für einen Amadeus als Album des Jahres nominiert.

In Deutschland wurde Gabalier vor allem durch seinen Auftritt bei Carmen Nebel im April 2011 bekannt. Nach der Show wurde sein Titel I sing a Liad für di so häufig als Digitaltrack gekauft, dass er in den Media-Control-Charts Platz 65 erreichte, obwohl der Titel in Deutschland nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen war. Durch die wachsende Popularität, die zu zahlreichen in-offiziellen Remixen führte, entschloss sich Universal, den Titel auch für Deutschland zu lizenzieren. Die CD-Single erschien am      29. Juli 2011 und erreichte erneut die deutschen Charts, aber erst nach der Veröffentlichung einer Coverversion durch DJ Ötzi und einem erneuten Fernsehauftritt beim Herbstfest der Volksmusik am    16. Oktober 2011 konnte sich die Single als Verkaufshit etablieren und erreichte mit Platz 30 erstmals die obere Hälfte der deutschen Charts.

64 Wochen nach Charteintritt erreichte das Album Herzwerk am 2. September 2011 Platz 1 der österreichischen Charts. Mit 74 Wochen ist es das Album, das am zweitlängsten in den Top 10 der österreichischen Album-Charts verbrachte. Nur Michael Jacksons Thriller blieb dort drei Wochen länger. Bereits elf Wochen nach Veröffentlichung des Nachfolgealbums konnte es sich höher platzieren als Volks-Rock’n’Roller. In den österreichischen Jahres-Albumcharts des Jahres 2011 erreichten Gabaliers drei Alben Herzwerk, Volks-Rock’n’Roller und Da komm’ ich her Platz 1, 3 und 4.

Bisher erhielt Gabalier einmal Gold und 16 Mal Platin (sechsmal davon für Herzwerk) und verkaufte 700.000 Tonträger. Am 22. März 2012 gewann er einen Echo in der Kategorie Künstler/Künstlerin/Gruppe Volkstümliche Musik. Bei der Verleihung des österreichischen Musikpreises Amadeus 2012 wurde er in den Kategorien Schlager und Best Live Act ausgezeichnet. Am 23. November 2012 erhielt er in Düsseldorf den Bambi in der Kategorie Shooting Star. Am 1. Mai 2013 erhielt er erneut den Amadeus, diesmal in der Kategorie Volkstümliche Musik. Am 7. Mai 2013 wurde Gabalier in Wien für den offiziellen Song der FIS Alpinen Ski WM 2013, Go for Gold, mit Gold ausgezeichnet.

Im Frühjahr 2014 nahm er zusammen mit mehreren deutschen Sängern an der von VOX ausgestrahlten Sendereihe Sing meinen Song – Das Tauschkonzert teil. Xavier Naidoo erreichte mit seiner in der Sendung gesungenen Version von Gabaliers Ballade Amoi seg‘ ma uns wieder Platz 12, Gabalier mit der Originalversion Platz 18 in den deutschen Musikcharts. Im Oktober erreichte der Titel die deutschen Top 10, nachdem er in der Sendung Das Supertalent von einem Kandidaten gesungen worden war.

 

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